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07.03.2017

Schwere Vorwürfe gegen Hundeflüsterer Cesar Millan

Personen

Cesar Millan Martina Pluda

Auf den vermeintlichen "Bailey"-Skandal folgt der nächsten Hunde-Eklat. Cesar Millan, im Fernsehen als Hundeflüsterer gefeiert, steht in der Kritik: "Vier Pfoten" warnt vor seinen Trainingsmethoden.


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(© imago stock & people ) Cesar Millan am 4. Februar 2016 in New York

Am 8. März findet in der Wiener Stadthalle die Show des bekannten US-Hundetrainers Cesar Millan statt, der weltweit Millionen Anhänger hat. Aber nicht alle Hundeliebhaber sind von dem TV-Star begeistert. "Vier Pfoten" warnt nun alle Hundebesitzer ausdrücklich vor den Trainingsmethoden des sogenannten "Hundeflüsterers": "Millans Trainingsmethoden sind nicht nur völlig veraltet, sondern teilweise auch gewalttätig", sagt Martina Pluda, Kampagnenleiterin bei "Vier Pfoten".
 
Moderne Hundetrainer, so die Tierschützer, setzen auf völlig andere Schwerpunkte in der Hundeerziehung. "Vier Pfoten" unterstützt die Aktion der bekannten Hundetrainerin und Kynologin Sunny Benett, die 2014 mit dem Bundestierschutzpreis für ihre kritische wissenschaftliche Arbeit zum Thema TV-Hundetraining ausgezeichnet wurde. Benett organisiert die Initiative "Tausche TV-Trainer-Ticket gegen Training": Gebrauchte Tickets können für ein halbes Jahr nach der Veranstaltung gegen eine Gratis-Trainingsstunde eingelöst werden. Die Gutscheine für Gratis-Training sind online erhältlich. Über 150 Hunde-Trainerinnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz unterstützen bislang die Tauschaktion.
 
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(© imago stock & people) "Hundeflüsterer" Cesar Millan mit Welpen

In Millans Sendungen kann man laut "Vier Pfoten" regelmäßig Hunde sehen, die verunsichert und hochgradig gestresst sind sowie unter ungeheurer psychischer Belastung stehen. Es werden Elektroschockhalsbänder verwendet, die Tiere werden am Halsband gewürgt, bis ihnen die Luft wegbleibt, sie werden getreten. Erwachsene Hunde werden am Nacken gepackt und in die Luft gezerrt, Beschwichtigungssignale werden missachtet.
 
Druck und Drohgebärden vs. positive Bestärkung
"Cesar Millans Methoden beruhen auf Strafe, Dominanz, Unterwerfung, Druck und Drohgebärden", kritisiert Pluda. "Dies bringt Hunden lediglich bei, dass der Mensch unberechenbar und potenziell gefährlich ist. Die Mensch-Tier-Beziehung wird dadurch enorm geschädigt." Nicht nur das: Laut "Vier Pfoten verstoßen die Methoden klar gegen das österreichische Tierschutzgesetz: Dem zufolge ist es verboten, einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen oder es in schwere Angst zu versetzen.

Pluda rät hingegen dazu, mit positiver Bestärkung zu arbeiten. "Wir sollten Hunden mit Verständnis, Konsequenz und Respekt begegnen und sie auch entsprechend erziehen", so die "Vier Pfoten"-Kampagnenleiterin.
 

 


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